Martin Pott
(Bild: Th. Hohenschue)

Den 10%-Impuls setzte Bischof Heinrich Mussinghoff im Jahr 2011 anlässlich eines Vortrags vor seinem pastoralen Personal. Die „10% für Neues“ sind seither zum geflügelten Wort und fast schon zur Erkennungsmarke der Diözese Aachen geworden, auf die sich SeelsorgerInnen im deutschen Sprachraum beziehen, wenn es um pastorale Innovation geht. In Bewerbungsgesprächen markieren BewerberInnen aus ganz Deutschland das innovationsfreundliche Gründerklima mit den 10% als wesentlichen Grund, hier Priester, Diakone, Pastoral- oder GemeindereferentInnen werden zu wollen.

In seinem Artikel im Pastoralblatt 9/2015 beleuchtet Dr. Martin Pott, Pastoralentwickler im Bistum Aachen, die Genese des Wortes: von einem windigen Frühlingsabend im April 2005 bis in die jüngste Zeit hinein, skizziert die Zusammenhänge von Priestermangel und Arbeitsüberlastungen, Weggemeinschaftstheologie und Krisenjahren, Gründung von Nationalparks und Personalgemeinden, universitären Gründerseminaren und Innovationsmanagement, Fehlerkultur und ermutigenden neuen Wegen.

Pott, Martin: 10% für Neues – oder: Wie ein bischöflicher Impuls zum geflügelten Wort wird. Pastoralblatt für die Diözesen Aachen, Berlin, Essen, Hildesheim, Köln und Osnabrück, 9/2015, 264-267.

 

Wir brauchen aber eine neue Balance zwischen der Verteilung von Phantasie, Energie und Zeit auf den Kanon von Grunddiensten einerseits und auf Aufbrüche andererseits. Die gegenwärtige Situation fordert uns neue Wege ab.Ich würde mir wünschen, dass jede und jeder von Ihnen mindestens 10% ihrer, seiner wöchentlichen Arbeitszeit für solche neuen Wege in der GdG-Pastoral verwendet. ‚Anhänger des neuen Weges‘ – so werden die jungen Christen in der Apostelgeschichte bezeichnet (vgl. Apg 9,2). Was können wir tun, diesem Titel heute wieder gerecht zu werden?

Dr. Heinrich Mussinghoff

Bischof von Aachen

Share This